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April 2026
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20
Montag
April 2026
20:00 Uhr

#Motherfuckinghood

Theater
Berliner Ensemble
Ort
Berlin · Deutschland
Spielort
Neues Haus
Sparte
Premiere
Erfahrungen des Mutterseins decken sich selten mit dem, was Kultur und Sprache darüber vermitteln. Diese ideale, selbstlos sorgende, unendlich geduldige und noch dazu glückliche Mutter – es gibt sie natürlich nicht. Mutterschaft wird stattdessen zur Sollbruchstelle einer Gesellschaft: Wenn man Mütter weiterhin als bedingungslos Sorgende braucht, aber als Arbeitnehmerinnen nicht schonen kann. Wenn die Leistung des Mutterseins unsichtbar bleibt, wenn diese nicht nur das letzte Hemd, sondern auch noch die Rente kostet. Spätestens aber dann, wenn sich eine neue Generation von Frauen dagegen entscheidet, Mutter zu werden. "#Motherfuckinghood" ist eine Collage über Erfahrungen des Mutterseins. Ein Abend über Arbeit und Sorgearbeit, Feminismus und Söhne, über Mutterschaft und Kunst. Ensemblemitglied Claude De Demo initiierte das Projekt und schlug es der Regisseurin Jorinde Dröse vor. Dröse inszenierte u.a. am Thalia Theater, Maxim Gorki Theater, Schauspiel Frankfurt sowie Staatstheater Hannover. Seit 2009 arbeitet sie zudem als Mutter. Bitte beachten Sie: Eine Szene thematisiert auf sprachlich-darstellerischer Ebene Gewalt unter der Geburt. Diese Inszenierung ist aufgrund der Inhalte und Lautstärke nicht für Kleinkinder und Kinder geeignet. Wir wissen Bescheid über den Lehrkräftemangel, die fehlenden Kita-Plätze, den Gender Pay Gap und die längst nicht erreichte Vereinbarkeit von Vollzeitarbeit und Familie. Es gibt keinen Mangel an Studien über den Gender Pension Gap, die ungleiche Verteilung von Care- und Hausarbeit in Familien, auch über Mental Load oder die Teilzeitfalle wird gesprochen und geschrieben. Aber ändert sich auch etwas? Eines ja: Immer mehr Mütter sprechen darüber, was das alles konkret bedeutet. "#Motherfuckinghood" ist auf Initiative von Claude De Demo mit der Regisseurin Jorinde Dröse entstanden. Die Entwicklung begann mit einer breiten Recherche und war begleitet von vielen Gesprächen mit Schriftstellerinnen und Wissenschaftlerinnen. Drei Autorinnen haben Texte dafür geschrieben: Antonia Baum, Mareike Fallwickl und Emilia Roig. Weitere Texte von Claude De Demo, Alexandra Zykunov und Jana Heinicke sowie ein Interview mit der Soziologin Jutta Allmendinger sind eingeflossen. Daraus entstanden ist eine Collage über Erfahrungen von Muttersein, über Arbeit und Sorgearbeit, Feminismus und Söhne, über das Gefühl von Schuld, über den Kult der guten Mutter, und darüber, was es bedeutet, wenn Frauen sich zunehmend dagegen entscheiden, die unbezahlte Reproduktions- und Care-Arbeit zu übernehmen.
20
Montag
April 2026
20:00 Uhr

Genie und Gewissen

Theater
Theater Aachen
Ort
Aachen · Deutschland
Spielort
Sparte
De | En
De | En Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus Lesung
20
Montag
April 2026
20:00 Uhr

Show Must Go On – A tribute to Freddie Mercury – Grenzlandtheater Aachen

Theater
Grenzlandtheater Aachen
Ort
Aachen · Deutschland
Spielort
100'5 Arena
Sparte
Schauspiel
Mo 2 & freier Verkauf Adresse: Hubert-Wienen-Straße 8, 52070 Aachen
21
Dienstag
April 2026
19:30 Uhr

Simon Boccanegra

Theater
Wiener Staatsoper
Ort
Wien · Österreich
Spielort
Wiener Staatsoper
Sparte
Oper
Verdis Oper Simon Boccanegra: Melodramma in einem Prolog & drei Akten an der Wiener Staatsoper am Dienstag, 21.04.2026. Jetzt Ticket sichern!
21
Dienstag
April 2026
20:00 Uhr

Das Bildnis des Dorian Gray

Theater
Berliner Ensemble
Ort
Berlin · Deutschland
Spielort
Neues Haus
Sparte
Premiere
Wer bin ich, wenn niemand hinsieht? Und wer darf ich sein, wenn alle mich sehen? Dorian Gray ist jung, schön und begehrt. Sein Äußeres öffnet ihm Türen, verschafft ihm Anerkennung, schützt ihn. Was dieses Bild stört – Schuld, Begehren, Alter – verschwindet. Es landet in einem Gemälde, das niemand sehen darf. Dort wird sichtbar, was Dorian nicht zeigen will. Außen bleibt er makellos, innen zerfällt er. Oscar Wildes Roman zeigt eine Gesellschaft, die nur duldet, was schön aussieht. Abweichung ist nur erlaubt, solange sie sich dekorativ tarnt, uneindeutig bleibt. Wer dazugehören will, lernt, sich anzupassen, wer anderes begehrt, sich zu verbergen. Dorians Geschichte ist kein fernes, viktorianisches Märchen. Heute verschwinden Widersprüche in Zahlen, Profilen und Marktwert. Wir glätten Biografien, filtern Emotionen, denn: Sichtbar sein heißt bewertet werden, unsichtbar sein heißt verschwinden. Wie lebt man mit dem Abstand zwischen der eigenen Sehnsucht und dem eigenen Bild? Der norwegisch-finnische Regisseur Heiki Riipinen, ehemaliger Teilnehmer des Internationalen Regienachwuchsprogramms WORX am Berliner Ensemble, bringt "Das Bildnis des Dorian Gray" als modernes Mythenspiel auf die Bühne. Zwischen Begehren und Kontrolle, zwischen Selbstentwurf und Selbstverlust stellen er und sein Team sich die Frage: Was kostet es, man selbst zu sein?
21
Dienstag
April 2026
20:00 Uhr

Die Affäre Rue de Lourcine – von Eugène Labiche – Grenzlandtheater Aachen

Theater
Grenzlandtheater Aachen
Ort
Aachen · Deutschland
Spielort
Europaschule Herzogenrath
Sparte
Schauspiel
Herzogenrath Adresse: Albert Schweitzer Straße, 52134 Herzogenrath
22
Mittwoch
April 2026
15:30 Uhr

Familienführung Opernhaus

Theater
Opernhaus Zürich
Ort
Zürich · Schweiz
Spielort
Opernhaus
Sparte
Education
22
Mittwoch
April 2026
19:00 Uhr

Arabella

Theater
Opernhaus Zürich
Ort
Zürich · Schweiz
Spielort
Hauptbühne Opernhaus
Sparte
Opera
Oper von Richard Strauss | Opernhaustag | ● zum letzten Mal
22
Mittwoch
April 2026
19:00 Uhr

Der fliegende Holländer

Theater
Wiener Staatsoper
Ort
Wien · Österreich
Spielort
Wiener Staatsoper
Sparte
Oper
Wagners Oper Der fliegende Holländer: Romantische Oper in drei Aufzügen an der Wiener Staatsoper am Mittwoch, 22.04.2026. Jetzt Ticket sichern!
22
Mittwoch
April 2026
19:30 Uhr

Drei Schwestern

Theater
Berliner Ensemble
Ort
Berlin · Deutschland
Spielort
Großes Haus
Sparte
Premiere
22
Mittwoch
April 2026
20:00 Uhr

Das Bildnis des Dorian Gray

Theater
Berliner Ensemble
Ort
Berlin · Deutschland
Spielort
Neues Haus
Sparte
Premiere
Wer bin ich, wenn niemand hinsieht? Und wer darf ich sein, wenn alle mich sehen? Dorian Gray ist jung, schön und begehrt. Sein Äußeres öffnet ihm Türen, verschafft ihm Anerkennung, schützt ihn. Was dieses Bild stört – Schuld, Begehren, Alter – verschwindet. Es landet in einem Gemälde, das niemand sehen darf. Dort wird sichtbar, was Dorian nicht zeigen will. Außen bleibt er makellos, innen zerfällt er. Oscar Wildes Roman zeigt eine Gesellschaft, die nur duldet, was schön aussieht. Abweichung ist nur erlaubt, solange sie sich dekorativ tarnt, uneindeutig bleibt. Wer dazugehören will, lernt, sich anzupassen, wer anderes begehrt, sich zu verbergen. Dorians Geschichte ist kein fernes, viktorianisches Märchen. Heute verschwinden Widersprüche in Zahlen, Profilen und Marktwert. Wir glätten Biografien, filtern Emotionen, denn: Sichtbar sein heißt bewertet werden, unsichtbar sein heißt verschwinden. Wie lebt man mit dem Abstand zwischen der eigenen Sehnsucht und dem eigenen Bild? Der norwegisch-finnische Regisseur Heiki Riipinen, ehemaliger Teilnehmer des Internationalen Regienachwuchsprogramms WORX am Berliner Ensemble, bringt "Das Bildnis des Dorian Gray" als modernes Mythenspiel auf die Bühne. Zwischen Begehren und Kontrolle, zwischen Selbstentwurf und Selbstverlust stellen er und sein Team sich die Frage: Was kostet es, man selbst zu sein?
22
Mittwoch
April 2026
20:00 Uhr

Die Affäre Rue de Lourcine – von Eugène Labiche – Grenzlandtheater Aachen

Theater
Grenzlandtheater Aachen
Ort
Aachen · Deutschland
Spielort
Stadthalle Alsdorf
Sparte
Schauspiel
Alsdorf Adresse: Annastraße 2-6, 52477 Alsdorf
22
Mittwoch
April 2026
20:00 Uhr

Show Must Go On – A tribute to Freddie Mercury – Grenzlandtheater Aachen

Theater
Grenzlandtheater Aachen
Ort
Aachen · Deutschland
Spielort
100'5 Arena
Sparte
Schauspiel
Mi 1, Mi 3 & freier Verkauf Adresse: Hubert-Wienen-Straße 8, 52070 Aachen
23
Donnerstag
April 2026
19:00 Uhr

Wörter & Töne meets Stadtgespräch: Grenzenlose Stories

Theater
Theater Aachen
Ort
Aachen · Deutschland
Spielort
Sparte
TERMINE
Livejournalismus von und mit Jens Tervooren und Arndt Lorenz u.a. Der Journalismus der Euregio als Vorbild für Europa? In der 4. Ausgabe des Live-Journalismus-Formats Wörter & Töne diskutieren die beiden Aachener Journalisten Jens Tervooren und Arndt Lorenz mit Kolleg:innen und Wissenschaftler:innen über die europäische Bedeutung von regionalem Journalismus. Der wird oft als das »Schmiermittel« der Demokratie bezeichnet. Während die großen Brüsseler Entscheidungen meist abstrakt wirken, übersetzt der Lokaljournalismus diese Auswirkungen in den Alltag der Menschen. Aber tut er das wirklich? Wie sollte und könnte regionaler Journalismus im Dreiländer-Eck zukünftig aussehen und wie wichtig ist er für den Erhalt eines demokratischen, rechtsstaatlichen Europas? Gesprächsgäste sind u.a. Alain Kniebs, Direktor Belgischer Rundfunk BRF, Eupen und Loïc Michels, niederländischer freier Nachwuchsjournalist (WDR Aachen). Eine Veranstaltung im Rahmenprogramm der Karlspreisverleihung
23
Donnerstag
April 2026
19:30 Uhr

Drei Schwestern

Theater
Berliner Ensemble
Ort
Berlin · Deutschland
Spielort
Großes Haus
Sparte
Premiere
23
Donnerstag
April 2026
19:30 Uhr

Einblicke: Open Space

Theater
Berliner Ensemble
Ort
Berlin · Deutschland
Spielort
Gartenhaus
Sparte
Workshop
Die Schutzgebühr von 5 Euro erhalten Sie in Form eines Gutscheins im selben Wert zurück. Die Schutzgebühr von 5 Euro erhalten Sie in Form eines Gutscheins im selben Wert zurück. Die Schutzgebühr von 5 Euro erhalten Sie in Form eines Gutscheins im selben Wert zurück. Die Schutzgebühr von 5 Euro erhalten Sie in Form eines Gutscheins im selben Wert zurück. Die Schutzgebühr von 5 Euro erhalten Sie in Form eines Gutscheins im selben Wert zurück. Die Schutzgebühr von 5 Euro erhalten Sie in Form eines Gutscheins im selben Wert zurück. Die Schutzgebühr von 5 Euro erhalten Sie in Form eines Gutscheins im selben Wert zurück. Die Schutzgebühr von 5 Euro erhalten Sie in Form eines Gutscheins im selben Wert zurück. Die Schutzgebühr von 5 Euro erhalten Sie in Form eines Gutscheins im selben Wert zurück. Bühne frei für alle! Wir erschaffen einen Raum zum gemeinsamen Experimentieren und Spaß haben. Jeden Donnerstag öffnen wir unseren Proberaum für alle, die Lust haben selbst Theater zu machen. Wir testen unterschiedliche Theaterstile, improvisieren, performen, spielen mit Text oder auch nur mit unseren Gesichtern oder Körpern. Jedes Mal gibt es einen anderen Schwerpunkt. Spielwütige aller Generationen, Theaterneulinge und Theatererfahrene – alle sind willkommen! Einmal im Monat gibt es OPEN SPACE XL für alle, die noch tiefer ins Theaterspielen eintauchen wollen. Ab der Spielzeit 2025/26 erheben wir bei allen Workshops und der Reihe Einblicke Dialog eine Schutzgebühr von 5 Euro, die Sie in Form eines Gutscheins im selben Wert zurückerhalten. Diesen können Sie für eine Repertoirevorstellung Ihrer Wahl bis zum Ende der Spielzeit einlösen.
23
Donnerstag
April 2026
19:30 Uhr

Giselle

Theater
Wiener Staatsoper
Ort
Wien · Österreich
Spielort
Wiener Staatsoper
Sparte
Oper
Tschernischovas Ballett Giselle: an der Wiener Staatsoper am Donnerstag, 23.04.2026. Jetzt Ticket sichern!
23
Donnerstag
April 2026
20:00 Uhr

Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Theater
Berliner Ensemble
Ort
Berlin · Deutschland
Spielort
Neues Haus
Sparte
Premiere
Das grenzenlose Leben in der Großstadt, der Anspruch auf Freiheit und die Kostbarkeit des eigenen Lebensentwurfs – nämlich genau so leben zu können, wie man es möchte – finden am Ende des Tages im "wirklichen" Leben nur wenig Platz. Stellt sich die Frage: Gibt es das denn überhaupt, "freien Willen"? Kann man das überhaupt, "Leben nach eigener Vorstellung"? Oder ist das am Ende doch nur etwas für die "happy few", in einer Welt, die längst berechnet und verkauft ist? In einer Abrechnung und Annäherung gleichermaßen durchlebt Dostojewskis Protagonist noch einmal sein Leben, predigt und wütet heillos, immer auf der Suche nach dem echten Leben innerhalb der Abgründe der Gesellschaft. Die meisten Dinge im Leben sind in Systemen geordnet; seien es politische Systeme und Staatsformen, Wirtschaftssysteme, Sitten und Sprache, Mythen und Glaube oder Organisationsformen von Wissen. Menschen schaffen Systeme, um sich die Natur, die Umwelt und jede Form von Miteinander handhabbar zu machen. Sie schützen vor dem Nichts – vor der Sinnlosigkeit und Grausamkeit der Welt. Ein Problem allerdings, das sich damit stellt, ist, dass Systeme immer auch Macht bedeuten. Sie machen die Welt zwar verfügbar, aber so gut wie nie komplett und nie für alle. Die Menschen nun, die – selten freiwillig – außerhalb dieser Systeme geraten, sind es, die im Mittelpunkt von Dostojewskis Werk stehen: Die Unsichtbaren, die nicht reich, klug, jung oder fortschrittlich genug sind. Diese Menschen sind nicht gern gesehen und sie kommen auch selten in der Literatur vor. Die Gefahr, die die Unsichtbaren darstellen, ist nämlich, dass sie sichtbar machen, dass Systeme menschengemacht sind und damit veränderbar; sie sind gefährdet und gefährdend gleichermaßen. Diese Unsichtbaren zeigen, dass es etwas gibt, das außerhalb des Systems ist und das liegt daran, dass Systeme nicht natürlich sind. Und wenn die Welt veränderbar ist, bedeutet das auch, dass wir, die wir in den Systemen leben, für sie verantwortlich sind und einen Umgang mit dem, was außerhalb ist, finden müssen. Die Totalität von Systemen nivelliert den Menschen – das zeigt sich bei Dostojewski an denjenigen, die in ihnen nicht vorkommen, die am Rand oder vor dem Abgrund stehen und nicht weiter wissen. Denn in ihnen offenbart sich die menschliche Existenz – als schmerzhaft und gefährdet, aber frei. Denn der Mensch hat eine Wahl – wenn auch keine leichte. Dostojewski besteht darauf, dass sich die Freiheit des Menschen, die er zwischen den zwei Polen der Welt – dem Glauben und dem Wissen – verloren sieht, im Wollen besteht. Wo der Glaube den Menschen zu sittlicher Demut ermahnt und das Wissen dem Menschen beweist, dass er nichts weiter als eine Reihe molekularer Kausalketten ist, können wir Freiheit wollen und sind damit verantwortlich. Die Welt ist ein System vor dem Abgrund – und es liegt an uns sie zu gestalten.
23
Donnerstag
April 2026
20:00 Uhr

Die Affäre Rue de Lourcine – von Eugène Labiche – Grenzlandtheater Aachen

Theater
Grenzlandtheater Aachen
Ort
Aachen · Deutschland
Spielort
Goethe-Gymnasium Stolberg
Sparte
Schauspiel
Stolberg Adresse: Lerchenweg 5, 52223 Stolberg
23
Donnerstag
April 2026
20:00 Uhr

Die Ungehorsamen

Theater
Theater Aachen
Ort
Aachen · Deutschland
Spielort
Mörgens
Sparte
De | En
De | En von Marcel Raabe und Manuel Waltz Uraufführung Ein Bundeswehroffizier, der Befehle verweigert. Ein Mitglied der »Letzten Generation«, das für ihren Aktivismus inhaftiert wird. Ein Eisenbahngewerkschafter, der Streiks organisiert. Ein Schweinebauer, der Straßen blockiert. Sie alle verbindet, dass sie eine Grenze überschritten haben: Sie haben entweder das Gesetz gebrochen oder werden durch ihr Handeln in der Öffentlichkeit als »ungehorsam« wahrgenommen und unter Druck gesetzt. »Ungehorsam« bedeutet: ein persönliches Risiko einzugehen, die Grenzen des Erlaubten, Erwarteten, Üblichen auszureizen, zu übertreten, infrage zu stellen. Ungehorsam findet im Kleinen wie im Großen statt: auf deutschen Autobahnen, im Bundesamt für Migration, von Whistleblowern, im Hambacher Forst oder in Lützerath – oder in Dörfern, die von Reichsbürgern zu autonomen Republiken erklärt werden. Ungehorsam hängt an der großen medialen Glocke ebenso wie im kleinen privaten Trotz. Manchmal stehen hehre Ziele dahinter, manchmal irrationale Ängste, bisweilen große moralische Fragen. Die Autoren Marcel Raabe und Manuel Waltz führten zahlreiche Interviews, begleitet von einer intensiven Recherche zum Thema ziviler Ungehorsam. Aus dem dokumentarischen Material entwickeln sie ein partizipatives Theaterstück, das die Besucher:innen mit einbezieht. Die Arbeit der Autoren am vorliegenden Theaterstück wurde vom Deutschen Literaturfonds e.V. gefördert. //